Faires auf den Gabentisch

To-Go-Becher aus Bambus für Kaffee und Glühwein

 

 

Wenn am 1. Dezember der Weihnachtsmarkt im Urbanhof seine Pforten öffnet, wird auch der Eine-Welt-Laden wieder mit einem Verkaufsstand vertreten sein. Im Rahmen des Marktes kann zwar nicht das komplette, reichhaltige Angebot aus dem Fair-Laden präsentiert werden, aber die Mitarbeiterinnen überlegen jedes Jahr, was die Marktbesucher zu einem fairen Einkauf animieren könnte. Schokokürbiskerne, Rosinen und zwei exotische Dippsoßen dürfen gleich vor Ort verkostet werden.

 

Das übliche Weihnachtsmarkt-Angebot von Spielwaren, Kinderbüchern, Schmuck und allerlei Kunstgewerbe wurde dieses Jahr auf Filzbörsen für Groß und Klein und auf Engel und Herzen aus Speckstein ausgeweitet. Diese Handschmeichler sind vor allem bei Mädchen und Frauen sehr beliebt, ebenso wie die edlen Lederhandtaschen, Schals und Halstücher. Bei allen angebotenen Waren hat der Käufer die Garantie, dass nichts von Kinderhand gefertigt wurde und das zum Färben und Verarbeiten keine Giftstoffe eingesetzt werden. Ähnliches gilt für die Kerzen aus echtem Bienenwachs aus Höhenberg. Für das Wachs sorgen ausschließlich einheimische Bienen, die Kerzen verbreiten beim Abbrennen mit Sicherheit keine Giftstoffe im Wohnzimmer.

 

Wer noch etwas zur weihnachtlichen Deko benötigt, für den halten die Laden-Frauen Sternenketten und Engelsketten bereit und zum Händewaschen nach dem Dekorieren wäre die feine Olivenölseife geeignet, oder - ganz neu - eine vegane Seife.

Räuchern zählt mit zu den ältesten Advents- und Weihnachtsbräuchen. Das Material in Form von Weihrauch und Räucherstäbchen wurde schon vor einiger Zeit von den fairen Handelspartner ins Programm genommen, ebenso wie die mittlerweile auch in unseren Breiten ausgesprochen beliebten Traumfänger. Gerade im Bezug auf die bevorstehenden Rauhnächte und die damit verbundene Traumdeutung ist das indianische Kultobjekt vielleicht ein willkommens Geschenk.

 

Was wäre ein Weihnachtsmarktstand ohne Krippen? Vom kleinen Kripperl in der Streichholzschachtel bis zur größeren Tonkrippe aus Peru ist am Eine-Welt-Stand alles zu haben. Sogar handgeschnitzte Olivenholzkrippen aus der Siedlung Beith Sahour, ein Ort am Rande von Bethlehem. Da der Verkauf für die Künstler der "Holyland Handicraft Cooperative Society" aufgrund der instabilen politischen Situation oft schwierig ist, hat sich die Kooperative mit den europäischen Fairhandels-Organisationen einen erweiterten Absatzmarkt erschlossen.

Auch in Zeiten von E-Mails und Whatsapp wird Weihnachtspost noch von Hand erledigt. Dazu nimmt Mann oder Frau dann gern besonders schön gestaltete Karten. Am Eine-Welt-Stand werden edle Weihnachtskarten sowohl von GEPA als auch vom Karmel-Kloster angeboten. Und noch etwas gegen den unseligen Zeitgeist haben die Ladendamen für den Marktstand eingepackt - fair gehandelte To-Go-Becher aus Bambus. Die hübsch gestalteten Becher bieten eine echte Alternative zu den To-Go-Bechern aus Pappe. Sie sind umweltfreundlich und biologische abbaubar. Neben Bambusfasern und Mais wird Melaminharz als Bindemittel verwendet - und  deshalb können die Becher nachdem sie X-Mal im Geschirrspüler waren ganz einfach im Hausmüll oder sogar im Kompost entsorgt werden.

 

Als kleine Nascherei verteilen die Standlfrauen vom Eine-Welt-Laden diesmal Rosinen aus dem fairen Handel und eine neue Leckerei - Schokokürbiskerne. Wer es lieber ein bisschen deftiger mag, kann sich an die Dippsoßen halten. Im Angebot sind die Geschmacksrichtungen Mango und Chilli.

 

Für alle Anhänger der Fair-Ideen, die nicht zum Urbanmarkt kommen können, steht das komplette Angebot im ganztägig geöffneten Eine-Welt-Laden in der Kirchstraße zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen freuen sich, wenn sie mit ihrer Kundschaft eine Gespräch über die erstklassige Qualität der Waren führen können und wenn sie bei dieser Gelegenheit auch noch das gute Gefühl vermitteln dürfen, dass Produkte aus dem Fairen Handeln für ein weltweites Miteinander auf Augenhöhe stehen.

 

Evelyne Betz